Lancierung des Buches Bester Handwerker Frankreichs, Band 3

Auszug aus dem Buch:

“Es ist außergewöhnlich, dass in ein und demselben Buch so viele Talente aufgeführt werden.

Großzügig teilen über 90 der Besten Handwerker Frankreichs hier ihre Rezepte, ihre Erfahrungsberichte und ihre Verbundenheit mit ihren früheren Chefs.

Diese Köche, Konditor, Eishersteller, Chocolatier, Bäcker, Hersteller von Feinkost und Fleischwaren, Metzger, Käser, Fischhändler, Gemüsehändler, Hotelchefs und Sommeliers stellen die Elite der kulinarischen Branche und der Gastronomie in Frankreich dar.

Sie sind gleichermaßen Vorbilder und Botschafter für das Savoir-faire und das kulinarische Kulturgut Frankreichs. Aber vor allem sind es passionierte Frauen und Männer, die vom Wunsch Freude zu machen, angetrieben werden.

Louis Le Duff, Präsident und Gründer der DUFF-Gruppe, lädt Sie ein jede Seite dieses Werkes rückhaltlos zu genießen bei der Entdeckung von Aromen und Geschichten, die ihresgleichen suchen.”

Louis Le Duff

Warum dieses Buch?

Dieses Buch ist die Fortsetzung der zwei schon 2009 und 2010 veröffentlichten Bände, in denen die Rezepte der Besten Handwerker Frankreichs gesammelt wurden. Ich habe die Inititative dafür ergriffen, denn ich teile schon immer die grundlegenden Werte dieser Handwerker, die nach Exzellenz bei ihrer Arbeit mit den Händen streben. Ich bewundere außerdem sehr diese Frauen und Männer mit starken Persönlichkeiten, die ihre Auszeichnungen aus eigener Kraft erworben haben – unterstützt von ihren Kollegen und Vorgesetzten – und die das französische Savoir-faire und die französische Lebensart verkörpern. Sie verdanken ihren Erfolg ihrer Arbeit und ich erkenne mich in ihrer Leistungsbereitschaft und Arbeitslust wieder. Weil es in diesem Werk hauptsächlich um Berufe im Lebensmittelsektor geht, sehe ich hier meine Liebe für das kulinarische Gut Frankreichs und der Regionen sowie für qualitativ hochwertige Produkte widergespiegelt.

Was ist an diesem Buch im Vergleich zu seinen Vorgängern neu?

In erster Linie findet man hier die Besten Handwerker Frankreichs, die ihren Titel in den vergangenen Jahren errungen haben. Und abgesehen von den Rezepten wollten wir einige Erfahrungsberichte präsentieren, um ihre außergewöhnlichen Persönlichkeiten und ihren Werdegang zu zeigen, der sie bis zur höchsten Auszeichung in ihrem Beruf geführt hat. Schließlich haben uns diese Chefs uns einen ihrer Kollegen vorgestellt, der sich im Ausland niedergelassen hat – Franzose oder nicht, MOF (Bester Handwerker Frankreichs) oder nicht – das öffnet uns ein Fenster zur Welt und zeigt die Vielfalt und die Bedeutsamkeit derjenigen, die dieselbe Leidenschaft für das Kochen teilen. In diesem Universum ist es wichtig, dass jeder seine Identität bewahrt und es ist außerdem auch die Aufgabe eines solchen Buches, Werbung für unsere kulinarischen Traditionen zu machen – egal ob überlieferte oder moderne. Das möchten wir auch mit unseren Unternehmen und insbesondere mit BRIDOR, das täglich und überall in der Welt mit Bäckereiprodukten und Feingebäck diese französische Identität wortwörtlich unter die Leute bringt. Diesen Einfluss der französischen Lebensart besteht auch dank der Besten Handwerker Frankreichs, mit denen wir bei der Entwicklung unserer Produkte zusammenarbeiten. Wir möchten gemeinsam mit ihnen jeden Tag auf die Qualität unserer Produkte stolz sein.

Gérard Rapp

Was bedeutet dieses Buch für die Vereinigung der Besten Handwerker Frankreichs?

Die Berufe in der Gastronomie- und Lebensmittelbranche befinden sich momentan im Aufwind. Sie haben die Medien und das Publikum erobert; dieses Phänomen kann man weltweit beobachten. Wir sind stolz darauf, dass sie für unsere Organisation als treibende Kräfte dienen, sie tragen in großem Maße zu unserer Sichtbarkeit bei, aber es sind nicht die Einzigen. Dieses Buch beispielsweise präsentiert verschiedene Berufe, die miteinander in Verbindung stehen. Ich als Drucker kann nichts Gegenteiliges behaupten! Es macht Spaß, das Buch durchzublättern, den Geruch der Druckerschwärze und des Papiers zu riechen. Dieses Werk hat Zukunft auch gegenüber der virtuellen Medien, auch wenn man weiß, dass es eigentlich unmöglich ist, gegen den technologischen Fortschritt anzukommen.

Was für eine Zukunft sehen Sie für diese Vereinigung?

Der rasendschnelle Fortschritt ist eigentlich nicht inkompatibel mit der handwerklichen Arbeit. Es gibt ein sinniges Sprichwort. Nämlich, dass man mit seinem Talent eine Idee mit seinen Händen gestalten kann. Eine akademische und berufliche Ausbildung sollte als gleichwertig angesehen werden. Dort sind wir noch nicht angekommen, aber ich finde, es ist die Aufgabe eines MOF (Beste Handwerker Frankreichs), den zukünftigen Generationen Lust auf das Handwerk mit seinem überliefertem Wissen zu machen und die neuen Berufe des 21. Jahrhunderts zu ergänzen. Der Wettstreit Bester Handwerker Frankreichs wurde ins Leben gerufen, um handwerklicher Arbeit mehr Ansehen zu verleihen. Wir sind immer noch Botschafter dieser Berufung, wie es auch Lucien Klotz war, der diesen Wettstreit ins Leben rief und auch René Petit, Gründer der Vereinigung und heute Louis Le Duff, der die Arbeit der MOF valorisiert. Wir verschleiern nicht die Vergangenheit, aber wir müssen dem Fortschritt folgen, der übrigens für einen Koch nicht derselbe ist, wie für jemanden, der im Industrie- oder High-Tech-Sektor arbeitet. Der Titel Bester Handwerker Frankreichs ist eine Auszeichnung für Exzellenz, eine französische Besonderheit, die ihre Führung in Frankreich und international bewahren muss. Ein Handwerk, das verloren geht, ist wie ein Todesfall für uns. Jedoch können wir nicht das retten, was nicht mehr zeitgemäß ist, aber wir können die Evolution begleiten. Am wichtigsten ist es, die Pluralität und die Gleichheit der Wege zur Exzellenz anzuerkennen – darin haben wir immer noch eine wichtige Rolle zu spielen.